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Schneepflüge der Bauart 845 Klima

letzte Aktualisierung:  28.01.2015    
       
Ursprünglich wurden diese Henschel - Schneepflüge als BA 844 geführt erst in der DS 228 / 7 für Bahndienstwagen mit Stand 01.10.1979 wurde die BA in 845 geändert.
       
973 5 020
973 5 035
974 3 018
974 3 028
974 3 040
974 3 041
       
Und wie sieht es hinter den Pflugscharen aus....

Die Mimik hinter den Pflugscharen besteht aus einem Stahlgerippe, wie heute noch beim Meininger Schneepflug zu sehen. Die Meiniger haben den Klima "ja nur nachgebaut" und insofern verbessert, dass er besser zu bedienen und mehr Platz fürs "Handarbeitspersonal" im rückwärtigen Bereich hat. Da ist ja zusätzlich ein ganzer Mannschaftsraum zugefügt worden. Pneumatikzylinder - 8 bis 10 Bar - (nicht Hydraulik!) lassen die Pflugschare links und rechts unabhängig arbeiten. Bei 2 Gleisen ist es  ja wichtig, nicht in die Gegenrichtung zu räumen! Man kann also eine gesamte Schrägwand bilden. Das war mit Vorsicht zu genießen, da hierdurch  bei Räumeinsatz die Seitenkräfte sehr groß wurden und der Pflug schon  mal seitlich aus den Gleisen gedrückt wurde. Auch bei 40 Tonnen Gewicht...

Wichtig auch die Vertikalzylinder. Mit diesen sind die Hauptpflugschare auf und abwärts zu bewegen. Dies muss sehr schnell zu machen sein. Wenn ein BÜ kommt, müssen die Schare im Räumgang schnellstens etwa 20 cm hochgefahren werden. Und nicht zu vergessen der hintere Tiefenräumpflug, um die Gleise zwischen den Schienenköpfen frei zu bekommen. Dieser blieb denn auch öfters, wenn er in Tiefstellung vergessen wurde, irgendwo hängen.... 

Manfred Scheihing

Unter der BA 844 Klima ist ein Blick hinter die Pflugschar möglich...

       
Daten der Bauart 845 aus einer Originalzeichnung von 1964    Sebastian Hasecke

* Aus Hinweisen zu diesen Fahrzeugnummern ist zu schließen, dass die Nummern falsch in die Zeichnung übertragen wurden.

       
Henschel Auftrags-Nr.
Nr.
Heimatdienststelle Bw
Heimatbahnhof Bf
Erhaltungswerk AW
30 01 02 70 / 1 Wt 6406 Siegen Ast Erndtebrück Erndtebrück  Schwerte
30 01 02 70 / 2 Au 6416 Kemten Kemten Hbf Weiden (opf)
30 01 02 70 / 3 Reg 6566 Weiden (Opf) Weiden (Opf) Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 4 Ham 6402 Buchholz Buchholz Glückstadt
30 01 02 70 / 5 Mü 6458 Berchtesgaden Berchdesgaden Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 6

*Ksl 6660

richtig dürfte 6460 sein

Marburg (Lahn) Gemünden / Wohra Trier
30 01 02 70 / 7 Mst 6408 Osnabrück Rbf Osnabrück Rbf Lingen
30 01 02 70 / 8

*Ksl 6662

richtig dürfte 6462 sein

Eschwege Großalmerade Trier
30 01 02 70 / 9 Ham 6404 Ham-Harburg Ham-Harburg Glückstadt
30 01 02 70 / 10 Au 6417 Nördlingen Nördlingen Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 11

*Ksl 6661

richtig dürfte 6461 sein

Fulda Hünfeld Trier
30 01 02 70 / 12 Mü 6466 Rosenheim Rosenheim Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 13 Reg 6567 Hof Hof Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 14 Sbr 6407 Gerolstein Bw Ast Gerolstein Limburg
30 01 02 70 / 15 Nür 6517 Gemünden (Main) Gemünden (Main) Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 16 Stg 6406 Ulm Ulm Rbf Offenburg
30 01 02 70 / 17

*Ksl 6664

richtig dürfte 6464 sein

Kassel Kassel Rbf Trier
30 01 02 70 / 18 Reg 6568 Kirchenlaibach Kirchenlaibach Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 19 Nür 6516 Nürnberg Rbf Nürnberg Rbf Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 20 Stg 6415 Aalen Aalen Offenburg
30 01 02 70 / 21 Ffm 6408 Limburg Limburg Limburg
30 01 02 70 / 22

*Ksl 6663

richtig dürfte 6463 sein

Bebra Bad Hersfeld Trier
30 01 02 70 / 23 Reg 6569 Schwandorf Schwandorf Weiden (Opf)
30 01 02 70 / 24

*Ksl 6665

richtig dürfte 6465 sein

Bebra Bebra Trier
       
Heimatdienststellen der Klima-Schneepflüge BA 845 vom 09.12.1982
Direktion Wg.-Nr. Heimatdienststelle
     
Frankfurt 973 5 035-6 Bw Limburg
  974 3 018-2 Bw Fulda
  974 3 017-4 Bw Marburg
  973 0 176-3 Bf Korbach
  973 5 030-7 Bw Kassel
Hamburg 973 5 019-9 Bw Flensburg
  973 5 020-8 Bw Kiel
Hannover 946 0 053-0 Bw Osnabrück
  973 5 029-9 Bwast Northeim
München 974 3 028-1 Bw Freilassing
  974 3 015-8 Bw Kempten
  973 0 181-3 Bw Rosenheim
  974 3 016-6 Bw Rosenheim
Nürnberg 974 3 040-6 Bw Bayreuth
  974 3 039-8 Bw Bayreuth
  973 0 182-0 Bw Nürnberg Rbf
  974 3 041-4 Bw Schwandorf
  973 5 055-4 Bw Würzburg
Saarbrücken 974 3 036-4 Bw Saarbrücken
Stuttgart 973 0 185-4 Bw Ulm
  973 0 189-6 Bwast Aulendorf
     
       
Bedienungsanweisung

zum Henschel Klima-Schneepflug Bauart "Linz" 1964

Der Henschel Klima-Schneepflug ist ein Schneeräumfahrzeug, das durch eine Schublokomotive (Dampf- oder Diesellok) gegen den zu räumenden Schnee gedrückt wird. Der Schneepflug besitzt keine eigene Antriebsanlage.

Er hat jedoch eine eigene Stromversorgung durch einen Generator, der von einem Dieselmotor angetrieben wird. Ferner hat er eine eigene Heizanlage, so dass der Schneepflug auch von Loks geschoben werden kann, die keine Dampferzeugungsanlage haben (z. B. 290).

Die Bedienungsmannschafft besteht aus:

1.) Streckenkundiger Fahrtleiter (links am Führertisch) der zuständigen Bahnmeisterei. Er beobachtet die Strecke, betätigt die Lichtsignalanlage H, die Höheneinstellung C1 + G1  des linken Seitenflügels und gibt die erforderlichen Bedienungsbefehle. Er bestimmt wie geräumt wird (Keilform oder einseitig links oder rechts). Er bestimmt die Höheneinstellung der Seitenflügel und ob diese ausgeschwenkt werden. Ferner bestimmt er über den Einsatz des Spurinnenräumers. Mit ausgeschwenktem Seitenflügel und Spurinnenräumer darf nur bei guter Sicht (in der Nacht mit Scheinwerfer) auf genau bekannter Strecke geräumt werden.

2.) Hauptbedienungsmann (Mitte) muß mit Bauart und Bedienung vertraut sein. Eingesetzt werden insbesondere Handwerker und Schichtschlosser. Der Hauptbedienungsmann beobachtet die Strecke und bedient die Verstelleinrichtungen für die Schwenkwände, für das Aus- und Einschwenken der Seitenflügel und für den Spurinnenräumer.

3.) Der Hilfsbedienungsmann rechts (Lokführer) beobachtet ebenfalls die Strecke und bedient die Höhenverstellung C1 + G2 des rechten Seitenflügels. Ferner überwacht er die Einhaltung des Luftdruckes.

Im Folgenden sind die einzelnen Vorgänge für die Vorbereitung, Durchführung und Beendigung der Schneeräumfahrt der zeitlichen Reihenfolge nach erläutert:

A. Vorbereitungen zur Räumfahrt

Inbetriebnahme des Dieselaggregates

1) Vor dem Starten des Dieselmotors sind der Motorschmierölstand (am Peilstab) der Ölstand des Ölbadluftfilters sowie der Brennstoffvorrat zu überprüfen, (Brennstofftank nie leerfahren!). Ferner muß der Hauptschalter auf der Schalttafel (rechts oben) auf "0" stehen.

2) Regulierhebel in Stellung "Betrieb" (obere Endstellung) bringen und Starthilfeeinrichtung hochziehen Starthilfeeinrichtung arbeitet nur wenn Regulierhebel in oberer Endstellung. (siehe Abb. 1)

3) Unmittelbar vor Andrehen des Dieselmotors durch Sprühflasche "Startpilot" Kraftstoff in Ansaugöffnung des Luftfilters sprühen. Anschließend Dieselmotor durch Linksdrehung anwerfen. Gleichzeitig Dekompressionshebel betätigen. 

4) Nachdem der Dieselmotor angesprungen ist, muß er kurz mit höchster Drehzahl laufen, damit der Knopf der Starthilfeeinrichtung wieder in die Normallage zurückspringen kann.

5) Motor nur über Regulierhebel (untere Endstellung "Stop") abstellen.

II. Einschalten der Heizung

Zur Heizung des Schneepfluges ist ein "Webasto" Heizgerät eingebaut, das mit dem Brennstofftank in einem Kasten rechts eingebaut und durch eine Klappe in der
Seitenwand zugänglich ist.

1) Vor dem Einschalten ist der Brennstoffvorrat zu kontrollieren und notfalls zu ergänzen (Dieselöl)
2) Die Filterplatte im Luftansaug-Filterkasten bei Verschmutzung reinigen.
3) Webasto-Anlaßschalter im Schaltschrank von "0" auf "Start" drehen.
Anlaßvorgang läuft automatisch ab. Währenddessen brennt die gelbe Kontrollampe (Glühen). Nach dem Anlassen erlischt diese, die grüne Kontrollampe ("Betrieb") leuchtet auf und der Anlaßschalter springt auf Stellung "1 "
4) Reduzieren auf 1/2 Heizleistung durch Drehen des Schalters auf "1/2"
5) Abstellen der Heizung durch Drehen des Schalters in Stel1ung "0"

III. Einschalten der Beleuchtung, Signalanlage und Klarsichtscheiben

1) "Hauptschalter" im Schaltschrank an der Rückwand des Führerhauses einschalten (Stellung 1)
2) Führerhausleuchte, mit Schalter im Schaltschrank einschalten.
3) Spitzenbeleuchtung (auch am Tage) einschalten. Bei gezogener Übergabefahrt für die Dauer der Übergabefahrt Zugschluß aufstecken. Lampen Kontrollieren!
4) Falls erforderlich, Klarsichtscheiben durch Hauptschalter in Stellung "2" einschalten.
5) Scheinwerfer überprüfen.

IV. Ankuppeln der Schublok:

1) Schneepflug in die für die durchzuführende Räumfahrt erforderliche Richtung bringen. (Am Einsatzort kann das Fahrzeug selten gedreht werden).
2) Schublok am Schneepflug ankuppeln
3) Bremsleitung für Luftdruckbremse kuppeln, Absperrhähne öffnen.
4) Der durch Kabel mit dem Schneepflug verbundene Signalkasten ist im Führerhaus der Schublok aufzuhängen. Kabel und Signalkasten sind am Schneepflug rechts hinten in einem Kasten untergebracht.

B. Funktionsprüfung

1) Signalanlage mit Schalthebel "H" überprüfen.
2) Druckluftbremse des Räumfahrzeuges ausschalten durch Dreiwegehahn "P" in Stellung "Schneepflug in Betrieb, durchgehende Bremse ausgeschaltet".
3) Bremse der Schublok ausschalten.
4) Führerbremsventil in Füllstellung
5) Schaufeln entriegeln
6) sämtliche Pflugteile im Stillstand betätigen und die Anzeigevorrichtungen kontrollieren.
7) Gelenke, Wellen und reibende Stellen ölen!

C: Übergabefahrt

1) Schaufeln verriegeln und Handbremse öffnen.
2) Schwenkwände mit Handrad "F" in höchste Stellung winden.
3) Spurinnenräumer in höchste Stellung bringen
4) Dreiwegehahn "P" in Stellung "Schneepflug außer Betrieb, durchgehende Bremse eingeschaltet" bringen, Lokbremse einschalten und übliche Bremsprobe durchführen.
5) Schneepflug und Schublok in die richtige Richtung bringen. Am Einsatzort kann Schneepflug nicht gedreht werden. Schneepflug muss nach Einsatzort geschoben oder gezogen werden.
Höchstgeschwindigkeit gezogen = 60 km/h          geschoben = 30 km/h

Bitte beachten, daß Apparateluftleitung entlüftet ist.
Für die Signalanlage und Notbremse gelten die gleichen Vorschriften wie für die Räumfahrt.
Zugschluß nicht vergessen bei gezogener Übergabefahrt.

D. Räumbetrieb

I. Inbetriebnahme der Druckluftanlage

1) Bremse der Schublok ausschalten
2) Griff "P" in Stellung "Schneepflug in Betrieb, durchgehende Bremse ausgeschaltet" bringen und dadurch Bremse ausschalten.
3) Hilfsluftbehälter durch Ziehen des Lösezuges entlüften.
4) Lokführer anweisen, daß Führerbremsventi1 in Füllstel1ung gelegt und Garnitur mit Zusatzbremse gebremst wird.
5) Luftdruck wird über Manometer an der Stirnseite angezeigt. Zum
Räumbetrieb sind 8 atü erforderlich. Hierfür ist ein Druckminderer "J" vorhanden. Den reduzierten Druck zeigt Manometer "L" an. Einhaltung des Luftdruckes überwacht der Hilfsbedienungsmann.
Wenn das Reduzierventil undicht werden sollte, kann ein unerwünschtes Ansteigen des Luftdruckes durch leichtes Öffnen des Schnüffelhähnchen "K" verhindert werden.

II. Bedienung der Räumeinrichtungen
1) Schwenkwände
Hebel A
Mit Hebel "A" werden die Pflugwände verstellt und zwar
Rechtsstellung = rechte Wand tritt vor
Linksstellung  = linke Wand tritt vor
Mittelstellung = Keilstellung

Verstel1ung nur im Stil1stand oder wenn Lichtraum es zuläßt. Größte Breite der schwenkenden Wände 3406 mm.
Wenn einseitig links oder rechts geräumt werden soll, Spreizstange einbauen. Anschließend Hebel "A" in Mittelstellung.

Handrad F
Mit dem Handrad "F" kann der Abstand der Schwenkwandunterkante zur Schienenoberkante zwischen 10 und 190 mm variiert werden. Der Abstand kann an der Skala "F1" abgelesen werden. Handrad 7 muss gesichert werden.

2) Seitenwände
Hebel B1 und B2
Sie werden benötigt zum Ausschwenken der Seitenwände und dürfen nur betätigt werden, wenn es der Lichtraum zuläßt. Die größte Breite beträgt 4.100 mm, also 2.050 mm von der Gleismitte. Die Seitenwände können jederzeit (unabhängig der Stellung der Hebel C1, C2, G1 oder G2) eingeschwenkt werden.

Hebel C1 und C2
Mit diesen Hebeln werden die Seitenwände angehoben bzw. abgesenkt.
Hebel G1 und G2
Hiermit wird die Höhe der Seitenwände über S.O. eingestellt und zwar in der Höhe.
30 mm über S.O.
110 mm über S.O.
190 mm über S.O.
Eingeschwenkt oder in Stellung "Hoch" der Hebel C1 bzw. C2 werden die Seitenflügel immer auf 300 mm über S.O. angehoben. Eine Betätigung der Hebel G1 und G2 in Stellung "Tief" der Hebel C1 und C2 ist nicht möglich.
Der Abstand zwischen S.O. und der Unterkante der Seitenwände ist zu kontrollieren und notfalls durch die Langlochverbindung einzustellen.

3) Spurinnenräumer (n.M. nicht verwenden)
Hebel D und D1
Nach Öffnen des Absperrhahnes E (Stellung "Auf") kann über Hebel D u. der Spurinnenräumer auf folgende 3 Stellungen abgesenkt werden:
190 mm über S.O.
100 mm über S.O.
80 mm unter S.O.
Steht der Hebel "D" in Stellung "Hoch" so läßt sich die o.g. Höhe mit Hebel D1 einstellen. Durch Betätigen von Hebel D in Stellung "Tief" wird der Spurinnenräumer abgesenkt (Hebel D1 festhalten). Verriegeln durch Verlegen der Hebel D und D1 in Stellung "Hoch" und schließen des Absperrhahnes E.

Vor sämtlichen Überwegen, Laufstegen, Kreuzungen, Weichen, Indusi-Magneten usw. muß Hebel D sofort in Stellung "Hoch" gebracht werden.

Räumgeschwindigkeit

Spurinnenräumer nur bei guter Sicht und genau bekannter Strecke verwenden.
Die Räumgeschwindigkeit wird vom Fahrtleiter bestimmt, der mit dem Kontroller H Lichtsignale an die Schublokomotive gibt. Die Lichtsignale leuchten im
Schneepflug und gleichzeitig in der Kontrolltafel der Schublok auf.

Die Lichtsignale haben folgende Bedeutung:
Grünes Licht = Freie Fahrt
Gelbes Licht = Langsam Fahren
Rotes Licht  = Halten
Die verschiedenen Geschwindigkeitsstufen 10, 20, 30, 40, 50 km/h leuchten in Verbindung mit dem grünen Licht auf.
Der Wirkungsgrad des Schneepfluges nimmt mit steigender Geschwindigkeit zu, jedoch soll die Räumungsgeschwindigkeit 50 km/h nicht überschreiten.
Betriebsbremsungen zur Regelung dar Fahrgeschwindigkeit sind im Regelfall nur von der Schublokomotive auszuführen.
Mit dem auf der rechten Seite vorhandenen Zusatzbremsventil "N" kann der Schneepflug gebremst werden. Sie ist nur im Notfall zu benutzen.

E. Verhalten bei Gefahr
Bei plötzlich auftauchenden Hindernissen, die das Einhalten der Fahrzeugbegrenzungslinie erforderlich machen, sind:
a) der Hebel D auf "hoch" zu legen (Spurinnenräumer rastet ein)
b) die Hebel B1 und B2 auf "Ein" zu legen. (Die Seitenflügel schwenken ein und werden automatisch angehoben).
c) Schwenkwände mit Handrad "F" hoch winden.
d) Notfalls Zusatzbremsventil N betätigen und Kontroller H auf Halt.

F. Abstellen des Schneepfluges

1) Nach Beendigung der Räumfahrt sind alle Einrichtungen erneut zu prüfen, um eventuell beim Räumen aufgetretene Schäden festzustellen.
Schäden aller Art sind umgehend der M-Gruppe (Ruf 833/344) bzw. der Meisterei M2 (Ruf 833/264) zu melden.
2) Handbremse anziehen
3) Tropfbecher der Luftleitung entleeren
4) Luftbehälter entwässern
5) Heizschalter "Webasto" auf "0" stellen und Treibstoff prüfen.
6) Lichter ausschalten und Hauptschalter in Stellung "0" bringen.
7) Dieselaggregat durch Regulierhebel ausschalten, nachdem die grüne Lampe des Webasto-Heizgerätes erloschen ist. Regulierhebel hierzu in Stellung "Stop" bringen und nach völligem Stillstand sofort wieder in die obere Endstellung bringen.
8) Brennstoffvorräte für Dieselmotor und Heizung kontrollieren und notfalls ergänzen.

Aufgestellt:

Würzburg, den 10.10.1975
Bahnbetriebswerk
       
       

H0 Modell eines Klima-Schneepflug der Bauart 845 Die Anschrift stimmt mit den Daten der weiter oben angeführten Liste aus einer Originalzeichnung überein

Fahrzeugnummer: Hmb 6404    
Bauart: 845    
Hersteller: Trix Modellbahn GmbH, Nürnberg Art. 23996  
Baujahr: ?    
LüP: ?    
Eigengewicht: 35,56 t    
Hg: ?    
Aufnahme:      
Besonderheiten:      

       
Fahrzeugnummer: Ksl 6465 Bw Fulda    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: ?    
LüP: ?    
Eigengewicht: ?    
Hg: ?    
Aufnahme: 19.01.1969 Gedern    
Besonderheiten:      

 
Fahrzeugnummer: 30 80 946 0 053-0    
Bauart: 845     
Hersteller: Henschel 30010270/07    
Baujahr: 1965    
LüP: ?    
Eigengewicht: ?    
Hg: ?    
Aufnahme: Bw Wuppertal-Vohwinkel 07.11.1983    
Besonderheiten: 2001 zum BLV, Bayerisch Eisenstein    

 
Fahrzeugnummer: 80 80 973 0 176-2     
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel 30010270/6    
Baujahr: 1964    
LüP: ?    
Eigengewicht: ?    
Hg: ?    
Aufnahme: Anfang der 90er Jahre im Bahnhof Korbach    
Besonderheiten: im Mai 2000 zusammen mit dem Bestwiger Klima-Schneepflug in Brilon Wald verschrottet    

 

Bw München-Ost 27.08.1989

 
 

1985 im damaligen Bw München 4 vormals Bw München Ost

Fahrzeugnummer: 80 80 973 0 181-2    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: ?    
LüP: 10,2m    
Eigengewicht: 36,52 t    
Hg: ?    
Besonderheiten:      

 
Fahrzeugnummer: 80 80 973 0 182-0    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: ?    
LüP: ?    
Eigengewicht: ?    
Hg: ?    
Aufnahme: Passau    
Besonderheiten:      

 

Schneepflug 80 80 97 3 0 185-3 im SEH Heilbronn am 19.06.2010

 

Heilbronn 14.02.2004

 

Bw Ulm 1 19.02.84

Fahrzeugnummer: 80 80 973 0 185-3    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel-Fabriknr. 300 102 70 / 16 (dürfte einer derLetzen, wenn nicht gar der letztgebaute sein!)    
Baujahr: 1965    
LüP: obwohl er vorne keine hat (!) 10,3 m     
Eigengewicht: 36 t    
Hg:      
Aufnahme:      
Besonderheiten: 80 973 0 185-3 wurde 2002 bei DB Netz Berlin zum Schrottpreis von Manfred Scheihing gekauft mit einem TVT überführt und dem SEH (Süddeutsches Eisenbahnmuseum Heilbronn) vermacht. Jetzt steht er im Bw Heilbronn. Das Bw beherbergt damit erstmalig einen Klima-Pflug! Das Unterland war schon immer so warm, dass es dort nie eines "richtigen" Schneepfluges bedufte.  Leider ist das Fahrzeug leicht beschädigt und sucht noch Gönner für die Reparaturkosten    

Die BA 845 ist die letzte Klimapflug-BR der DB gewesen und wiegt immer um die 40 Tonnen. Ein großer Betonklotz im ehemaligen Wasservorratsbehälter sorgt für dieses Arbeitsgewicht. Trotzdem sind die Pflüge bei der Arbeit immer wieder mal bei Eis auf Straßenübergängen rausgekippt.

Unser Schneepflug hieß ursprünglich Stg 6406, später hat er die übliche Mutation durchgemacht: Vom 30 80 973 0 185-4 zum 80 80 973 0 185-3. 

Die letzte Untersuchung hatte er im AW Kassel im August 1989 u.a. mit einem Umbau der Drehgestellgleitlager auf Timken-Rollenlager. Er erhielt sogar noch eine 10 Bar Hauptluftbehälterleitung (!).

Er kostete der DB seinerzeit "schwache" 285.000,00 DM. Ein Beilhack hätte knapp 450.000,00 DM gekostet, deshalb beschaffte man nochmals diese Einrichtungspflüge, in der Hoffnung, die Drehscheiben würden doch noch länger als der Dampflokeinsatz währt zur betrieblichen Notwendigkeit gehören.

Der Einsatz des Pfluges erfolgte ab 1965 vom Bw Ulm aus. Der Einsatz war bis Leutkirch, Ehingen/Donau und bis Göppingen. Die Bodenseestrecke bekam der Pflug erst ab 1983/84. Hier war eigentlich der Aulendorfer Beilhack und vorher der Friedrichshafener Klima zuständig. Wegen der besser wirkenden Webasto-Heizung, der vorher dort beheimatete Stg 6405 hatte Dampfheizung, war er Ende der 70er / Anfang der 80er beim Bf. Schelklingen beheimatet. Er bediente hier die Strecke in Richtung Münsingen-Kleinengstingen. In Münsingen ist ein großes Bw-Depot, deshalb war die Stationierung eines leitungsfähigen Räumpfluges zu Zeiten des kalten Krieges dort "staatstragend".

Erst als der Ulmer Klima von der BA 844 (Bj. 1943) ex Stg. 6405 und später als 973 0 184-7 gekennzeichnete Pflug im AW O (damals für alle Pflüge und Schleudern zuständig, später durch AW Kassel abgelöst) wegen einer Beschädigung im Mai 1983 ausgemustert wurde, war er wieder "echt" im Bw Ulm daheim. Er hatte also lebenslang nur eine Wartungsdienststelle: Das Bw Ulm. Erst kurz vor der Außerdienststellung im Jahre 1997 kam er im Zuge der Umstellung der DB AG auf die Geschäftsbereiche im Jahre 1995 zum GB Netz. Er verblieb aber in Ulm. Nur der Standort war jetzt nicht mehr in Ulm-Söflingen, sondern im ehemaligen Hbf-Bw. Er wurde jahrelang so gut wie nicht mehr genutzt. Es bestand aber ein Wartungauftrag zwischen GB Netz und zwischendurch mit dem GB Traktion, später mit dem GB Regio. So wurde der Pflug alle Jahre zweimal gewartet. Sogar als er eigentlich schon ausgemustert war. Es hätte ja sein können, es kommt wieder mal ein großer Schnee...

Die Ulmer hingen an ihrem letzen Schneepflug! Er konnte als "Hilfsprellbock" im Bw Hbf überleben. Dort bekam er auch die Plessuren unten an den Pflugscharen. In Ulm war man dann heilfroh, dass ein Museum gefunden werden konnte, wo der Pflug einen Unterschlupf finden konnte. Ich machte zwei Tage lang eine letzte (?) Wartung mit zwei anderen Kollegen vom damaligen "Bh" Ulm, verschiedene Lauf- und Tätigkeitsproben, er bekam die fürs EBA notwendige Lauffähigkeitsbescheinigung und ab ging's als Schulungsfahrt in die neue Heimat, dem ehemaligen Bw Heilbronn ( = heute SEH).

Hoffentlich findet sich jemand, der sich dem schönen Henschel-Pflug erbarmt. Ich habe bei Gmeinder in Mosbach nachgefragt. Die Firma wäre imstand und könnte die vorderen Räumbleche ausbauen und wieder gerade richten. Leider fehlt es am notwendigen "Kleingeld". Wir hatten in Ulm versucht, mit zwei großen Brennern etwas auszurichten. Unmöglich. Die Wärme verzog sich im Stahl. Zudem dürfen hierbei die großen Pneumatikstellzylinder nicht beschädigt werden.

Die Fabriknummer ist Henschel 300 102 70 / 16. 

Beide Fabrikschilder wurden in einer "Nacht und Nebel-Aktion" von einem echten Eisenbahnliebhaber "sichergestellt" und sind deshalb nicht mehr vorhanden. Bitte melden, ich mache keine Anzeige, aber ich würde gerne wenigstens eines der Schilder zurückkaufen um einen Nachguß herstellen zu können! Die Schilder sind keine richtigen Reliefschilder wie von Henschel gewohnt, sondern recht flach und die Nummer ist auch nicht "sammelnswert". Die Schilder gehören an den Pflug!

Manfred Scheihing

       

 

973 0 189 im Vorfeld des Münchner Hauptbahnhofes 199x

 

Mai 1986 Rbf Kornwestheim

Fahrzeugnummer: 80 80 973 0 189-5    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: ?    
LüP: 10,3 m    
Eigengewicht: 35,85 t    
Hg: 100 km/h Räumfahrt 50 km/h    
Besonderheiten:      

 

27.03.1993 Hagen Hbf.

 

April 1992 letzter Hagener Schneepflug im Gleisvorfeld Hagen Hbf 

 

Fahrzeugnummer: 80 80 973 5 019-9    
ex Hmb 6402
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: ?    
LüP: ?    
Eigengewicht: 36,07 t    
Hg: 100 km/h    
Aufnahme:      
Besonderheiten: im Mai 2000 zusammen mit dem Korbacher Pflug in Brilon-Wald verschrottet wurde.    

 
Fahrzeugnummer: 80 80 973 5 029-8    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: 1965    
LüP: 10,3 m    
Eigengewicht: 35,99 t    
Hg: 100 km/h    
Aufnahme: Bh Bremen Rbf 03.07.1997 -    
Besonderheiten:      

 

23.07.2006 Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen

 

Hagen Hbf 12.02.1998

Fahrzeugnummer: 80 80 973 5 030-6    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel / 35241    
Baujahr: 1960    
LüP: 10200 mm     
Eigengewicht: 35,7 t    
Hg:      
Aufnahme:      
Besonderheiten:      

 

BEM Nördlingen 30.06.2009

 

02.06.2007  BEM Nördlingen

Würzburg 03.09.1995 162064

 

Würzburg 20.05.1988

 
Fahrzeugnummer: 80 80 973 5 055-3     
ex Nürnberg 6517
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel 30010270/15    
Baujahr: 1965    
LüP: 10,2 m    
Eigengewicht: 37,62 t    
Hg: 100 km/h    
Aufnahme:      
Besonderheiten: Im Jahr 2000 zum BEM Nördlingen    

 
 
Fahrzeugnummer: 30 80 974 3 015-8    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel 30010270/10    
Baujahr: 1965    
LüP: ?    
Eigengewicht: ?    
Hg: ?    
Aufnahme: Bw Limburg 30.04.78     
Besonderheiten:

Bw Passau 03.1985vh

Bw Augsburg 08.1988vh

   

Erlebnisbahnhof Westerwald in Westerburg/Ww. 27.06.2009

 
       
Fahrzeugnummer: 80 80 974 3 016-5
Bauart: 945
Hersteller: Henschel 30010270/11
Baujahr: 1965.
LüP: 10,3 M
Eigengewicht: 36,3 T
Hg: 100 km/h
Besonderheiten: WNL Gießen EST Limburg / L
       

   
Fahrzeugnummer: 80 80 974 3 017-3
Bauart: 945
Hersteller: Henschel
Baujahr: ?
LüP: ?
Eigengewicht: ?
Hg: ?
Aufnahme: Siegen  25.05.1986
Besonderheiten:  
   

 

Gerolstein Sommer 1993

 

Langenlonsheim 06.1987

Fahrzeugnummer: 80 80 974 3 036-3    
Bauart: 845    
Hersteller: Henschel    
Baujahr: 1965    
LüP: 10,2 m    
Eigengewicht: 36,59 t    
Hg: 100 km/h    
Aufnahme:      
Besonderheiten:      

 

DDM Neuenmarkt-Wirsberg 19.09.2008

 
Fahrzeugnummer: 80 80 974 3 039-7
Bauart: 845
Hersteller: Henschel
Baujahr: 1960
LüP: 11300 mm 
Eigengewicht: ?
Hg: ?
Aufnahme: 29.07.2007 DDM Neuenmarkt-Wirsberg
Besonderheiten: Pflug war beim BW Bayreuth, Außenstelle Neuenmarkt-Wirsberg, beheimatet und bis 1991 im Einsatz

       
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Hg:  
Besonderheiten:  
       

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