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Weichenstopfmaschine WE 75

letzte Aktualisierung:  11.09.2012    
       
VDM -Nr Herst FNr. Bauj Abn. Typ Einsteller
97 43 11 501 20 Dt.Plasser
97 43 11 502 20 Dt.Plasser
97 43 11 503 20 Dt.Plasser
97 43 11 504 20 Dt.Plasser
97 43 11 505 20 Dt.Plasser
97 43 11 506 20 Dt.Plasser 153 1963 WE 75 Faber & Schnepp, Gießen "5001" /1993->  Bad Nauheim "60" /1993-> Slg.Faust, Hanau 
97 43 11 507 
97 43 11 508 
97 43 11 509 
97 43 11 510 
97 43 11 511 
97 43 11 512 
97 43 11 513 
97 43 11 514 
97 43 11 515 20 Dt.Plasser 1972 WE 75D Steiner
97 43 11 516 
97 43 11 517 
97 43 11 518 
97 43 11 519 
97 43 11 520 
97 43 11 521 
97 43 11 522 
97 43 11 523 
97 43 11 524 
97 43 11 525 
97 43 11 526 
97 43 11 527 20 Dt.Plasser 324 1969 WE 75S Albrecht Fleing, Wuppertal /19xx-> August  - Einsatz Wülfrather Kalkwerke "Skl 1"
??     Dt.Plasser 144 1963 WE 75 H. Cronau, Neunkirchen/Saar (DB "97 43 x 20-x") /-> Bernius, Elmstein (04.1990vh) /1992-> DDS, Bad Nauheim "58"  /1993-> Slg Faust, Bw Hanau
???          
      Datenzusammenstellung Dietmar Stresow
       

WE 75 Weichenstopfmaschine  (Quelle: Prospekt der Fa. Plasser & Theurer)

Um den allseitigen Forderungen der Bahnverwaltungen nach einer hochleistungsfähigen Weichenstopfmaschine zu entsprechen, wurde diese Maschine entwickelt. 

Die Maschine basiert im wesentlichen auf dem weltweit bewährten Stopfprinzip der Druckvibrationsstopfung mit hydraulischer nonsynchroner Beistellung der Stopfwerkzeuge. Alle unsere Maschinen der Bauserie "VKR" arbeiten nach diesem bestbewährten System. 

Durch eine besonders sinnvolle Anordnung der Stopfwerkzeuge gelang es, dieses System auch bei der Weichenstopfmaschine WE 75 anzuwenden. 

Die Plasser & Theurer Weichenstopfmaschine ist ein selbstfahrendes Schienenfahrzeug. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 km/Std. 

Der Fahrgestellrahmen ist aus starken Stahlprofilen geschweißt. Sowohl die Triebachse (Vorderachse) als auch die Laufachse ist als Starrachse ausgebildet. Beide Achsen sind mittels Gummifedern abgefedert. Der Fahrantrieb selbst ist hydraulisch ausgelegt.

Im hinteren Teil des Fahrzeuges befindet sich der Antriebsmotor und das Pumpengetriebe. Der Antriebsmotor (Dieselmotor) besitzt eine Leistung von 50 PS. 

Im vorderen Teil des Fahrzeuges, über die Vorderachse auskragend, ist nun das Stopfaggregat angeordnet. Es ist mittels zweier vertikaler Säulen in einem separaten Rahmen gelagert. Das Heben und Senken des Aggregates erfolgt mittels eines Hydraulikzylinders. 

Der Rahmen, der das Aggregat trägt, ist nun wiederum auf zwei horizontalen Säulen gelagert. Dadurch ist er in Schwellenlängsrichtung verschiebbar und das Stopfaggregat kann genau mittig über die jeweilige Schiene oder Herzstück, wo die Stopfung erfolgt, eingestellt werden. Die horizontale Verstellung erfolgt ebenfalls hydraulisch mittels zweier Zylinder und kann leicht und schnell vom zentralen Führersitz aus betätigt werden. 

Das Stopfaggregat selbst besitzt insgesamt 4 Stopfwerkzeuge, die überaus groß und stark dimensioniert sind. Der Vibrationsantrieb erfolgt von einer hydraulisch angetriebenen Exzenterwelle über Pleuelstangen auf die Schwinghebel. Je 2 Schwinghebel sind gelenkig an einem Öldruckzylinder gelagert, der mittels Öldruck auf einer ortsfest gelagerten Kolbenstange verschoben wird und dadurch die Beistellbewegung herbeiführt. Der Beistelldruck ist einstellbar und kann daher in idealer Weise an die bestehenden Schotterverhältnisse angepaßt werden. 

Je 2 Schwinghebel tragen nun an ihrem unteren Ende ein Gelenkstück, in dem das Stopfwerkzeug gelagert ist. Infolge dieses Gelenkes ist es möglich, die einzelnen Stopfwerkzeuge in Schwellenlängsrichtung zu verschwenken. Die Werkzeuge können daher zur Schienenmitte oder von der Schiene weg stufenlos bis zu einem maximalen Winkel von ±150 Grad verschwenkt werden. Dadurch ist es möglich, die Weiche praktisch in ihrem ganzen Bereich zu stopfen. 

Die Verschwenkung der Werkzeuge erfolgt ebenfalls über Hydraulikzylinder und wird vom Führersitz aus gesteuert.

Für die Betätigung der Servosteuerung ist auf der Maschine auch ein Kompressor angebracht. Dieser Kompressor ist so groß dimensioniert, dass 2 Druckluft-Schlaghämmer angeschlossen werden können. Damit können Stellen gestopft werden, die besonders unzugänglich sind. 

Die Maschine kann auch mit Aussetzvorrichtung ausgerüstet werden. Ein im Schwerpunkt der Maschine angebrachter Hydraulikzylinder hebt die Maschine vom Gleis. Nachdem die Aussetzschienen unter die vier Querrollen gelegt wurden, wird die Maschine auf diese gesenkt und mittels Handwinden aus dem Lichtraumprofil gezogen. 

Durch die Anordnung des Aussetzzylinders im Schwerpunkt der Maschine ist es auch möglich, die Maschine um 1800 zu drehen, sodass die Arbeitsrichtung geändert werden kann. Auf Wunsch können seitlich an der Maschine 2 Hebezylinder angebracht werden, die zusammen mit einer Hebezange zum Heben des Gleises verwendet werden. 

Technische Daten

Motor:

Leistung 50 PS bei 2500 U/min. Jeder Motor angeführter Leistung kann auf Wunsch eingebaut werden.

Steuerung:

Sämtliche Arbeitsvorgänge werden vom zentralen Arbeitssitz aus direkt oder servobetätigt gesteuert.

Fahrgeschwindigkeit:

50 km/h, hydraulisch über 3-Ganggetriebe für beide Fahrtrichtungen.

Fahrwerk:

Zwei Starrachsen in Wälzlagern gelagert, Vorderachse angetrieben.

Bremsen:

Hydraulisch betätigt, auf alle 4 Räder wirkend. Handbremse wirkt mechanisch auf die Hinterräder und ist als Feststellbremse ausgebildet

Federung:

Beide Achsen sind mittels Gummifedern abgefedert.

Stopfsystem:

Hydraulische Vibrations-Druckstopfung mit "Non-Synchron" Beistellung der Stopfwerkzeuge.

Stopfaggregat:

1 Stopfaggregat mit insgesamt 4 großflächigen Stopfwerkzeugen. Aggregat mittels zweiervertikaler Säulen in einem Rahmen gelagert. Heben und Senken erfolgt durch Hydraulikzylinder. Der Rahmen der das Aggregat trägt, ist auf horizontalen Säulen verschiebbar gelagert. Einstellung auf Schienenmitte erfolgt hydraulisch. Von den insgesamt 8 Schwinghebeln sind je zwei drehbar auf einem Öldruckzylinder gelagert. Beistellung hydraulisch mit ortsfesten Kolbenstangen. Die Schwinghebel werden von der hydraulisch angetriebenen Exzenterwelle über Pleuelstangen in Vibration versetzt. Je ein Stopfwerkzeug ist an 2 Schwinghebeln gelenkig gelagert. Verschwenkung in Schwellenlängsachse mittels Hydraulikzylinder.

 

Aussetzvorrichtung und Drehschemel

Die Maschine wird durch einen im Schwerpunkt angeordneten Hydraulikzylinder gehoben, auf Aussetzschienen abgesetzt und auf eine außerhalb des Lichtprofils aufgebaute Rampe ausgesetzt. Mit dem Hydraulikzylinder (Drehschemel) ist es auch möglich, die Maschine um 180 Grad zu wenden.

Hebeeinrichtung:

Diese kann auf Wunsch eingebaut werden und besteht aus 2 seitlich angebrachten Hebezylindern und zwei Schienenzangen.

Sonstige Ausrüstung:

Dach über die ganze Maschine aus Stahlblech, Werkzeuggarnitur, Verladeseile, Beleuchtung, elektrische Anlage.

Gewicht:

ca. 8 Tonnen.

 

       
       

Eisenbahnfreunde Wetterau e.V. 0 3.09.2012 Bad Nauheim

 
 

Ein Bild aus besseren Tagen von 97 43 11 506 20-4, 31.10.87 in Gelnhausen 

Fahrzeugnummer: 97 43 11 506 20-4 Fa. Faber und Schepp, Gießen    
Bauart: WE 75    
Hersteller: Plasser & Theurer / 153    
Baujahr: 1963    
Lüa: 12 600 mm    
Eigengewicht: 10 500 kg    
Hg: 45 km/h    
Aufnahme:      
Besonderheiten: interne Firmen-Nr. 5001    

 
   
   
Fahrzeugnummer: 97 43 11 527 20-0 Albrecht Fleing, Wuppertal    
Bauart: WE 75    
Hersteller: Plasser & Theurer / 324    
Baujahr: 1969    
Lüa: ?    
Eigengewicht: 11 t    
Hg: 45 km/h    
Aufnahme: 10.8.1991 Solingen Hbf    
Besonderheiten:      

 
Fahrzeugnummer: ?    
Bauart: WE 75    
Hersteller: Plasser & Theurer    
Baujahr: ?    
LüP: ?    
Eigengewicht: ?    
Hg: ?    
Aufnahme: Aachen    
Besonderheiten:      

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