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Oberbauwagen Windhoff OB100 Multifunktionsfahrzeug für den Winter- und Sommereinsatz

letzte Aktualisierung:  28.08.2015    
       
VDM Nr. Herst FNr. Bauj Abn. Einsteller EBA Nr.
97 17 59 001 18 - 5 Windhoff 2613 2002 16.10.2002 DB Netz AG, NL Süd Augsburg/Kempten > DB Netz AG. Maschinenpool, Berlin 01 C 15 A 001
       
       
       
       

am 31.07.2015 aufgenommen in Sarstedt südlich von Hannover auf der Rückfahrt nach Bebra

von wo er am Tag zuvor mit einem GAF im Schlepp nach Hannover - Leinhausen unterwegs war

 
 

am 30.07.2015 bei Poppenburg auf der Nord-Südstrecke in Richtung Norden unterwegs

 

Oberhaun 30.07.2015 mit Schienenverladegerät GEISMAR/CEMAFER 

 
 

OB 100   97 17 59 001 18-5 am 24.5.2003 in Neubeckum

 

Lindau Reutin  20.01.2006 

 

OB 100 im Wintereinsatz Dez. 2005

 

OB 100 im Wintereinsatz Dez. 2005

 

OB 100 im Wintereinsatz Dez. 2005

 

17.08.2005 im Bf Günzach

 

Kempten 04.01.2005

       
Offensichtlich gibt es ein weiteres Schild für den Winterbetrieb - die ursprüngliche Befestigung mit Hutmuttern wurde auf einen Einschiebrahmen umgebaut, links 14.05.2003 Münster und rechts Oberhaun 30.07.2015
 

14.05.2003 Münster

       
Fahrzeugnummer: 97 17 59 001 18 - 5 DB Netz AG, NL Süd BS Augsburg    
Bauart: Gleisarbeitsfahrzeug OB 100 mit PK 11001 ( Sommerbetrieb )    
Hersteller: Windhoff / 2613    
Baujahr: 2002 Abn. 16.10.2002    
LüP: 12 200 mm    
Eigengewicht: ?    
Hg: 100 km/h    
Besonderheiten:      
Die folgenden Informationen und Bilder entstammen der Homepage der Fa. Windhoff GmbH - genau einem Aufsatz mit dem Titel: Der Oberbauwagen Windhoff OB100, das MultiFunktionsFahrzeug für den Winter- und Sommereinsatz
 
Technische Daten:
  Ausrüstung für
  Wintereinsatz Sommereinsatz
Länge ü.a.: 16,20 m 12,24 m
Anzahl der Radsätze: 2
Radsatzabstand: 8,0 m
Eigenmasse: 37,0 t 33,5 t
Nutzlast: 0,5 t 4,0 t
Höchstmasse: 38,0 t 38,5 t
Antriebsleistung: 440 kW
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h *) 100 km/h
Arbeitsgeschwindigkeit: 0-10 km/h oder 0-40 km/h 0-10 km/h
*) elektronisch begrenzt
 
 
   
Die Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH hat an die DB Netz AG, Netzbezirk Kempten Anfang Dezember 2002 einen universell einsetzbaren Oberbauwagen Windhoff OB 100 übergeben. Dieses Fahrzeug wurde, in enger Zusammenarbeit mit der späteren Einsatzstelle, entsprechend der Forderung nach einem Fahrzeug, das sowohl in den Wintermonaten für den rationellen Schneeräumeinsatz im Bahnhofs- und Streckenbereich, als auch in der restlichen Zeit für Instandhaltungs- und Pflegeaufgaben am Fahrweg eingesetzt werden kann, bzw. dafür konzipiert und konstruiert.
  1. Wintereinsatz

    Der OB 100 ist so ausgeführt, dass während der Schneeräumsaison die für den vorgesehenen Einsatz notwendigen Arbeitsausrüstungen entsprechend den wetter- und betriebsbedingten Erfordernissen von der Bedienungsmannschaft angebaut werden können.

    Im Winterbetrieb wird das Fahrzeug auf der Kabinenseite (Fahrzeugseite I) mit einem Spurpflug und wahlweise mit einem Keilschneepflug oder einer Kehrbürste ausgerüstet.. Vor dem Kopfstück der Fahrzeugseite II ist das Fahrzeug in diesem Betriebszustand mit einer Schneefrässchleuder ausgerüstet. Im Mittelteil des OB 100, zwischen den Radsätzen, ist dann die Drehvorrichtung aktiviert, mit der das Fahrzeug angehoben und gedreht werden kann und die kippbare Ladefläche der Sommerausrüstung ist gegen steckbare Ladebordwände ausgetauscht.

    Alle Arbeitsgeräte sind mittels des Wechselplattenkonzeptes schnell an- und abbaubar bzw. tauschbar. So kann z. B. der Frontpflug gegen die Bürste ausgetauscht werden, während der Spurpflug am Fahrzeug verbleibt.

    Der Frontpflug ist als Keilpflug oder für die einseitige Förderung des Schnees einsetzbar. Zum Transport von Schnee über kurze Entfernungen die wird die V-Stellung verwendet. Es wird eine Räumbreite von über 3 m und eine maximale Raumhöhe von ca. 1,8 m mit einem oder mehreren Arbeitsgängen erreicht.

    Für die Räumung des Restschnees zwischen den Gleisen ist unter der Maschine ein Spurpflug mit den wahlweise nach rechts oder links gefördert werden montiert.

    Der Frontpflug ist gegen eine rotierende Gleisbürste, die eine Arbeitsbreite von 2,62 m und einen Bürstendurchmesser von 0,9 m aufweist, austauschbar. Die Kehrbürste kann um die Hochachse um +/- 25 ° geschwenkt werden. Außerhalb der Schneeräumsaison ist es möglich, dieses Anbauteil auch ohne Spurpflug für Kehraufgaben im Gleisbereich zu benutzen. Die Bedienung der Pflüge und der Bürste erfolgt vom Bedienpult der Fahrzeugseite I.

    Auf der, der Kabine gegenüberliegende Fahrzeugseile II ist im Wintereinsatz eine Schneefrässchleuder montiert. Bei der Gestaltung dieses Arbeitsgerätes wurde auf eine möglichst universelle Nutzung wert gelegt, die Frässchleuder ist sowohl für Neuschnee als auch für verharschten oder verdichteten Schnee in Verwehungen und Geländeeinschnitten u.s.w. einsetzbar. Das maximale Arbeitsfenster beträgt insgesamt 6 m in der Breite und 3 m in der Höhe.

    Der Durchsatz der Frässchleuder ist auf bis zu ca. 3000 t/h Schnee ausgelegt und die maximale Wurfweite beträt 40 m. Durch die große Beweglichkeit der Kamine (drehen, öffnen und schließen) ist es neben dem freien Auswurf auch möglich dem Schnee auf dem Randweg oder auf andere Fahrzeuge zu verladen. Die Frässchleuder selbst ist aus zwei in der Höhe und Seite einzeln und unabhängig voneinander steuerbaren Fräsköpfen aufgebaut. Jeder dieser Köpfe besitzt ein Arbeitsfenster von ca. 1,3 m x 1,5 m. Durch einen Mittelkeil zwischen den Fräsköpfen ist es möglich, in einem Durchgang eine Arbeitsbreite von über 3 m zu erreichen.

    Die spezielle Konzeption der Hydraulikanlage ermöglicht es der Frässchleuder nahezu die gesamte Dieselmotorleistung zur Verfügung zu stellen.

    Die Steuerung de Fräse erfolgt ebenfalls nach dem Prinzip der " Ein-Mann- Bedienung" vom Steuerpult II aus, durch ein integriertes Wegmeßsystem wird der Bediener ständig über die Stellungen der Fräsköpfe informiert.

  2. Drehen des Fahrzeuges

    Sollte es während des Betriebes erforderlich sein das Arbeitsgerät, das in Fahrtrichtung zeigt zu wechseln, ist das im ebenen Gleis durch eine fest mit dem Fahrzeug verbundene, in den Rahmen integrierte, hydraulische Drehvorrichtung innerhalb weniger Minuten möglich.

    Das Fahrzeug kann, ohne besondere Vorkehrungen treffen zu müssen, ausgehoben und hydraulisch in jede beliebige Stellung gedreht werden, nur die Bedingung, das die Arbeitsgeräte in ihrer Grundstellung verriegelt sein müssen, ist einzuhalten,

  3. Sommerbetrieb

Für den Umbau auf den Sommerbetrieb werden die Winterausrüstungen demontiert und die Zug- und Stoßvorrichtung wieder angebaut. Für den gesamten Umbau wird als Hebezeug lediglich ein 3-t-Gabelstapler benötigt.

In dieser Arbeitsausrüstung ist ein hydraulischer Ladekran mit Kabine und eine nach zwei Seiten hydraulisch kippbare Ladefläche enthalten.

Der Kran ist mit einem universellen Schwenkkopf und einer Schlauchausrüstung zur Aufnahme bzw. zur Versorgung von Zusatzgeräten ausgerüstet. Im derzeitigen Lieferumfang ist ein Mulcher und eine Astsäge zur Durchführung von Vegetationsarbeiten enthalten. Selbstverständlich kann diese Ausrüstung auch durch einen Kranhaken ersetzt werden. Die Reichweite beträgt maximal 8,3 m (im Stand), während der Arbeitsfahrt mit ausgeschwenktem Kran wird die Reichweite entsprechend den Bedingungen der notwendigen Sicherheit gegen Entgleisung eingeschränkt. Die Steuerung der Kranbewegungen, der Arbeitsgeräte und des Fahrantriebes (Kriechgang) erfolgt von der Krankabine aus.

Wie schon erwähnt kann auch im Sommerbetrieb die Kehrbürste eingesetzt werden.

Windhoff GmbH


 
Fahrzeugnummer:      
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LüP:      
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Hg:      
Besonderheiten:      

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