Fahrleitungsumbaumaschine FUM 100.28  letzte Bearbeitung: 24.06.04  

 

Die folgenden 6 Bilder des FUM Express entstanden am 31.05.2004 in Mannheim unweit des Museumschuppen

 

Der Fahrleitungsumbaumaschinen-Komplex (FUM-Komplex) besteht aus einem Motorturmwagen mit einem Oberleitungsbauwagen (OBW) zum Auftrommeln der abzubauenden Tragseile und Fahrdrähte. Danach folgt der FUM-Express gekoppelt mit einem Fahrleitungsmontagewagen (FMW), der im Bedarfsfall mit einem Motorturmwagen ergänzt werden kann.

 

Zwei der insgesamt sechs Motorturmwagen der DB Bahnbau GmbH führen die Namen „MTW Leipzig“ und „MTW Halle“, hier im Bild MTW Leipzig.

Oberleitungsbauwagen (OBW) 80 80 979 0 056-3 zum Auftrommeln der abzubauenden Tragseile und Fahrdrähte.

FUM-Express - vermutlich 97 99 04 001-4

Auf den  FUM-Express folgt gekoppelt der Fahrleitungsmontagewagen (FMW) 80 80 970 8012-7, 

der im Bedarfsfall mit einem Motorturmwagen ergänzt wird, wie hier geschehen.

 

Beschreibung der Maschine von Plasser & Theurer

Fahrleitungsumbau und Fahrleitungsneubau mit Betriebszugkraft

Die FUM 100.128 besteht aus vielfach bewährten Komponenten und wurde für die Verhältnisse bei der DB speziell adaptiert. Sie ist in der Lage, Fahrdraht und Tragseil in nur einem Arbeitsgang ab- oder verwindungsfrei aufzubauen, und dies mit der jeweils erforderlichen endgültigen Betriebszugkraft.

Die Maschine verfügt im wesentlichen über folgende Baugruppen:

  1. Robuste Rahmenkonstruktion, hergestellt mit modernsten Schweiss- und Fertigungsverfahren. Motor, Hydraulikanlage und   zugehörige Nebenaggregate sind unterflurig angeordnet.
  2. Fahrwerk mit zwei zweiachsigen Drehgestellen, hydrostatischer Fahrantrieb aller vier Achsen während des Arbeitseinsatzes.
  3. Kabine mit Fahrstand und vier Sitzplätze sowie den Steuerschrank für die Programmsteuerung.
  4. Ladekran zum Be- und Entladen der Speichertrommeln.
  5. Zwei nahezu baugleiche Windeneinheiten, auf je einem Rahmen schwenkbar angeordnet, womit die Seitenlage des Fahrdrahtes realisiert wird. Darauf aufgebaut sind:
  6. Trommelspannwerke, in eigenen Rahmen seitenverschiebbar angeordnet.
  7. Friktionswinden setzen stufenlos die vorgewählten Betriebszugkräfte für Fahrdraht und Tragseil um.
  8. Hubmaste mit Führungsrollen ermöglichen die erforderliche Verlegehöhe von Fahrdraht und Tragseil.

Fahrdraht und Tragseil werden bereits mit definierter Betriebszugkraft, die stufenlos im Bereich von 8 bis 28 Kilonewton eingestellt werden kann, im Fließbandverfahren verlegt. Das elektronische Mess- und Steuersystem hält die vorgewählte Zugspannung immer gleich, unabhängig von allen Fahrbewegungen der Maschine. Dadurch kann das Einklemmen in die Ausleger und Seitenhalter sowie der Einbau der Hänger während des Verlegens durchgeführt werden. Eine Nachregulierung aufgrund eventueller Schrägstellung der Ausleger, Seitenhalter und Hänger ist in der Regel nicht erforderlich.

Einsatztechnologien mit der FUM 100.028

Beim Komplettaustausch werden mit einem z.B.: Motorturmwagen (MTW) die Befestigungen gelöst und die Hänger ausgebaut. Ein Trommelwagen mit angetriebenen Speichertrommel wird zur Aufnahme von altem Fahrdraht und Tragseil eingesetzt. Direkt dahinter verlegt die FUM 100.128 den neuen Fahrdraht und das neue Tragseil sofort unter Betriebszugkraft. Mit weiteren MTW´s werden die abschließenden Montagearbeiten durchgeführt.

Bei einem Fahrdrahtwechsel wird prinzipiell gleich vorgegangen. Der Abbau des alten Fahrdrahtes erfolgt mit einem MTW und einem Trommelwagen wie beim Komplettausch. Die Verlegearbeiten erledigen der FUM 100.128 und ein weiterer MTW.

Um eine fluchtende und verwindungsfreie Fahrdraht- und Tragseilverlegung zu gewährleisten, sind die gesamten Windeneinheiten verschwenkbar angeordnet. Bei der Verlegung wird außerdem bereits der erforderliche Zick-Zack-Verlauf hergestellt. Der Eigenfahrantrieb ist ausschliesslich für den Arbeitsbetrieb ausgelegt, wobei die Arbeitsgeschwindigkeit stufenlos von 0 bis 7 km/h regelbar ist. Überstellfahrten mit bis zu 40 km/h sind jedoch möglich bei einer maximalen Anhängelast von 40 t.

Wirtschaftliche Verlegung von Fahrdraht und Tragseil mit der FUM 100.028

Durch die Verlegung mit konstanter, stufenlos regelbarer Betriebszugkraft können alle erforderlichen Arbeitsschritte in einem Arbeitsgang erledigt werden. Neben der hohen Arbeitsqualität ermöglicht dies wesentliche Einsparungen bei Neuverlegung und Austausch der Fahrleitung. Insgesamt können mit dieser Methode die Sperrzeiten und der Arbeitskräftebedarf gegenüber der bisherigen Methode um bis zu 50 % reduziert werden. Das Fahrleitungsumbausystem mit der FUM 100.128 ermöglicht eine zügige, präzise und damit wirtschaftliche Durchführung der Verlegearbeiten.

FUM 100.128

  • Zwei nahezu baugleiche Windeneinheiten, schwenkbar angeordnet
  • Trommelspannwerke, in eigenem Rahmen seitenverschiebbar
  • Friktionswinden mit geteilten Scheiben zur Umsetzung der gewählten Betriebszugkräfte
  • Hubmaste mit Führungsrollen für die erforderliche Verlegehöhe
  • Ladekran zum Be- und Entladen der Speichertrommeln
Gesamtmasse 88 t
Länge über Puffer 22.240 mm
Drehzapfenabstand 16.000 mm
Motorleistung 367 kW
Fahrgeschwindigkeit eigen/gezogen, max. 80/100 km/h *)

*) Vorbehaltlich der Einhaltung von Vorschriften über Betrieb, Wartung, Beförderung sowie Zulassungsbestimmungen.

Soweit der Auszug aus der Plasser Homepage.

Angaben DB Bahnbau

Länge über Puffer 22.240 mm
maximale Fahrgeschwindigkeiten Eigenbetrieb 40 km/h
  gezogen 120 km/h
  Arbeitsfahrt 0–7 km/h
maximale Steigung während des Verlegens 40 ‰
Verlegehöhe Fahrdraht 4.950–6.700 mm
Verlegehöhe Tragseil  4.950–7.600 mm
Betriebszugkraft für Tragseile und Fahrdraht zwischen 8 und 28 kN getrennt einstellbar
Steuerung über Funkfernsteuerung
Kran  für Beladung

 

     
Fahrzeugnummer:

97 99 04 001-4 DB Bahnbau, BNB Ost Leipzig

Bauart:  

FUM 100.28

Hersteller: 

Plasser & Theurer / 828

Baujahr:  

2002

Eigengewicht:

80 t ??? sie Plasser....

Aufnahme:

Münster iaf 2003

Besonderheiten:  
 

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