Planumsverbesserungsmaschine PM200-2R Plaaser & Theurer   

letzte Aktualisierung: 26.02.2005

Fahrzeugnummer: 97 19 23 802 27-8
Bauart: PM 200-2R
Hersteller: Plaaser & Theurer 3889
Umbau: 2002
Eigengewicht: 790 t
Hg.: 100 km/h
 
Fotos Arend Boldt: bei Rosenheim südlich des Bf. an der Strecke nach Kufstein
Besonderheiten:
Betriebsfotos vom 22.02.2005 bei Kl. Bünstorf südlich von Bad Bevensen
    Bilder oben: Schotteraufnahme

 

    Bild links: Aushubkette für Erdreich

 

 

 

Einbringen des neuen Planums      

        Planum abrütteln

Einbringen des gereinigten Schotters        

         Randweg abrütteln 

Schwellen mit Schotter verfüllen      

     Stopfeinrichtung

Kehreinrichtung:      

 

 

Die folgenden Informationen entstammen der HP von Plasser & Theurer

Danach kam die RPM 2002: diese 140 Meter lange Maschine dient ebenfalls zur Herstellung einer Planumsschutzschicht , wobei für dieSchottereinbringung von der Maschine recyceltes Schottermaterial verwendet wird. Eine Sternsiebanlage System Wiebe dient zur Vorreinigung des ausgehobenen Schotters. Zwei Maschinen dieses Typs sind derzeit im Einsatz.

Die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet aus dem Hause Plasser & Theurer ist die PM 200-2R, ebenfalls eine Maschine zur Untergrundsanierung mit integriertem Schotterrecycling. Mit ihren ca. 200 m Länge ist sie die größte Maschine, die je eine Werkshalle von Plasser & Theurer verlassen hat. Außerdem wurden neue Methoden für die Schotteraufbereitung in die PM 200-2R integriert.

PM 200-2R – tatsächlich eine "Großbaumaschine"

Neben der genannten Gesamtlänge von etwa 200 m erreichen natürlich die Motorengesamtleistung und die Gesamtmasse noch nicht dagewesene Größenordnungen. Die konstruktive Leistung liegt zum Teil in der Organisation der vielfältigen Materialtransportaufgaben, die innerhalb der Maschine zu bewältigen sind: alle Materialwege sind trotzdem übersichtlich angeordnet und möglichst kurz gehalten.
Völlig neu ist jedoch die integrierte Schotterwaschanlage. Das Schotterbett auf sanierungsbedürftigen Strecken ist oft stark mit Lehm und Erde verkrustet. Dieses Material haftet, besonders unter feuchten Umweltbedingungen, stark am ausgehobenen Schotter. Das bedeutet zwar keinerlei Hindernisse für den Recyclingprozess, für die Wiederverwendung im neuen Schotterbett ist dies jedoch nicht wünschenswert. Daher wurde in die PM 200-2R eine Schotterwaschanlage integriert, die den Schotter vom stark bindigen Material befreit.

Da dieser Reinigungsvorgang viel Wasser benötigt, wurde eine Kläranlage für das Waschwasser auf der Maschine installiert. Diese besteht aus einem Schrägklärer mit Tanks für geklärtes Wasser und Klärschlamm sowie einem Reservebehälter für Frischwasser. Dadurch kann der Wasserverbrauch auf ein Minimum reduziert werden, bei höchster Effektivität der Schotterreinigung.

Die Baugruppen

Die Maschine besteht aus folgenden Hauptteilen:

Antriebswagen vorne

  • Antriebsmotoren mit Hydraulikanlagen für alle Recyclingkomponenten
  • Kabine mit Führerstand
  • Förderbänder zum Transport des Abraums

Klärwagen

  • Schrägklärer zum Aufbereiten des Waschwassers
  • Behälter für Frischwasser, Klärwasser und Schlamm
  • Förderbänder zum Transport des Abraums

Sieb- und Waschwagen

  • Körnungsieb zur Entfernung von Kleinanteilen und Überkorn aus dem angespitzten Schotter
  • Waschanlage zur Reinigung des gesiebten Schotters
  • Förderbänder jeweils für angespitzten, gesiebten und gewaschenen Schotter sowie Abraum

Schotteraufbereitungswagen

  • Vorabscheider für den ausgehobenen Schotter
  • Prallbrecher zum Anspitzen der Schotterkörner
  • Förderbänder jeweils für ausgehobenen, vorgereinigten und recycelten Schotter sowie Abraum

Planumsmaschine

  • Aushubkette zum Ausbau der obersten Schotterschicht
  • Aushubkette zum Ausbau des restlichen Materials bis zum vorgesehenen Planum
  • Erdplanumsverdichter
  • Vorrichtung zum Einbau von Geotextilien o.ä.
  • Förderanlagen sowie Planier- und Verdichteinrichtungen zum Einbringen und Verdichten der Planumsschutzschicht
  • Flankenverdichter zur Konsolidierung der PSS-Flanke
  • Förderanlagen und Einbringvorrichtung für den Schotter
  • Arbeitskabine bei der Planumsaushubkette
  • Gleishebe- und Rückeinrichtungen
  • Förderbänder für Schotteraushub, recycelten und neuen Schotter, PSS-Material sowie Abraum

Stopfteil

  • Schotterschächte zum Verfüllen der Stopfzonen
  • Stopfaggregate zum Unterstopfen der frisch eingeschotterten Schwellen
  • Rollhebe- und Richtaggregate
  • Parallelnivelliersystem und Einsehnen-Richtmeßsystem zur Herstellung einer einwandfreien Gleislage
  • Förderbänder für PSS-Material und Neuschotter

Antriebswagen hinten

  • Antriebsmotoren und Hydraulikanlagen für Planumsmaschine und Stopfteil
  • Speichersilo zum Zwischenspeichern von ca. 30 m3 Neuschotter
Die Arbeitsweise der PM 200-2R

Bei Arbeitsbeginn wird das mittlere dreiachsige Drehgestell der Planumsmaschine hochgespindelt. Auf diese Weise erhält man die erforderliche Baulücke für Aushub und Materialeinbringung.
Die vordere Kette der Planumsmaschine nimmt die oberste Schotterschicht auf. Der ausgehobene Schotter gelangt zum Vorabscheider, welcher Metallteile und andere Fremdmaterialien aussondert, und anschließend zum Prallbrecher, in welchem die Schotterkörner angespitzt werden. Das Körnungsieb trennt anschließend den verwendbaren Schotter von Kleinanteilen. Der in Vorabscheider und Sieb entstehende Abraum wird über Förderbänder zur Maschinenfront transportiert.

Der vom Körnungsieb kommende Schotter wird über ein Förderband zur Schotterwaschanlage gefördert und mit Wasser gereinigt. Damit ist der Recyclingprozess des Schotters abgeschlossen und das Material fertig für den Wiedereinbau. Das verwendete Wasser wird in der Kläranlage wiederaufbereitet.

Nach dem Schotteraushub baut die Planumskette das restliche Material bis auf das gewünschte Planum aus. Der Aushub gelangt über Förderbänder zur Maschinenfront, wo er auf Materialförder- und Siloeinheiten verladen wird.
Direkt hinter der Planumskette wird das Erdplanum verdichtet, danach kann bei Bedarf zum Beispiel ein Geotextil verlegt werden.
Anschließend erfolgt der Einbau der Planumsschutzschicht. Das erforderliche Sand-Kies-Gemisch gelangt von den hinten angereihten MFS-Einheiten über Förderbänder und ein über die gesamte Breite verschwenkbares Verteilförderband in den Arbeitsbereich, wird planiert und mittels Plattenverdichter auf das gewünschte Maß verdichtet. Flankenverdichter konsolidieren zusätzlich die Flanke der Planumsschutzschicht.

Danach wird der recycelte Schotter über Verteilschächte eingebracht. Eine Schoppeinrichtung verfüllt den Bereich unter dem Gleisrost. Gleishebe- und Rückeinrichtungen halten den Gleisrost im Bereich der Baulücke. Bei Bedarf kann auch Neuschotter von weiteren hinten angereihten MFS-Einheiten zu den Einschottervorrichtungen gefördert und eingebracht werden. Das hintere vierachsige Drehgestell der Planumsmaschine fährt bereits auf dem sanierten Gleis.

Auf dem Stopfteil der Maschine befinden sich weitere Einschottervorrichtungen. Mittels Verteilschächten werden die Stopfzonen gezielt mit Neuschotter eingeschottert. Hebe- und Richtaggregate bringen den Gleisrost in die geometrisch richtige Lage, Einschwellen-Stopfaggregate unterstopfen jeweils eine Schwelle pro Stopfeingriff. Hebe- und Richt- sowie Stopfaggregate sind so angeordnet, dass durch den zyklischen Vorgang des Stopfens die kontinuierliche Arbeitsweise der Maschine nicht behindert wird.

Technische Daten
Gesamtmasse 794 t
Länge über Puffer 199.920 mm
Gesamtzahl der Achsen 40
Motorengesamtleistung 2.927 kW
Fahrgeschwindigkeit gezogen 100 km/h

 

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