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Bettungsreinigungsmaschinen 2ST 5 MATISA

letzte Aktualisierung:  26.01.2012    
       
       

1948 brachte Matisa die erste Bettungsreinigungsmaschine heraus, die mit der heute noch üblichen, die Form eines Dreiecks einnehmenden endlosen Raupenkette mit Mitnehmern Ausgerüstet hatte. 

Die Raupenkette läuft unter dem Gleis hindurch lockert und Fördert die Bettung nach oben. Dort fällt der Schotter auf ein Förderband, das ihn auf das Rüttelsieb wirft, wo der noch brauchbare Teil von den Rückständen getrennt wird. 

Der gereinigte Schotter wird mit schwenkbaren Förderbändern über die ganze Breite der Unterbaukrone wieder in das Gleis eingefüllt, während die Rückstände entweder seitlich am Bahnkörper oder auf eine Förderbandstraße abgesetzt. 

Die Dreiecksförderkette wird am höchsten Punkt über ein elektrisch betriebenes Antriebsrad angetrieben. Der Rahmen der Bettungsreinigungsmaschine wird von zwei Drehgestellen einfachster Art getragen. 

An die Bettungsreinigungsmaschine ist ein Vorschub- und Steuerwägelchen gekuppelt, das über eine Spillanlage den Arbeitsvorschub übernimmt, das Querstück der Dreiecksförderkette trägt und bei der Arbeit führt.

Günter Noack

 

Mitte der 50ziger Jahre im Einsatz - vermutlich bei Fulda

 
Erstes Baujahr: 1948    
Achsanordnung: 2‘(A1)     
LüP oder Rahmen:  ca.16.000 mm    
Eigenfahrge- schwindigkeit: 20 km/h    
Masse (Gewicht) 28 600 t    
Motor: Bauart D 6130    
Motor Leistung: 155 PS    
Arbeitsfortschritt: 120 m³/h    
       
100 Meter pro Stunde verarbeitet diese einst sehr moderne Schienen-Bettungsmaschine. Sie nimmt das Reinigen und Stopfen des Schottermaterials unter den Schwellen fast selbsttätig vor. Die Maschine räumt mit Eisenschaufeln, die an einem Förderband befestigt sind, den zu reinigenden Schotter unter den Schwellen heraus. Der Abraum wird mittels Förderband in einen Materialwagen befördert. Die Maschine weilte 1952 zu Versuchszwecken in Deutschland auf der Strecke Bredsted - Langenhorn (Schleswig).
       
die gleiche oder eine "Schwester" im März 1952
       
Eine Gleisbettreinigungsmaschine der Bauart 2 ST 5 von Matisa. Vermutlich ein Exemplar, dass in Lizenz bei Windhoff gebaut wurde. Es handelt sich ferner um eine Maschine , die schon beide Umbauten hinter sich hat. So wie es aussieht ist das zweite Abraumförderband entfernt worden und die Schottereinstreuvorrichtung unmittelbar hinter der Kette ist schon vorhanden. Durch diese spart man sich das Unterklotzen, da der Schotter teilweise unmittelbar hinter der Aushubkette wieder eingefügt wurde. Die 2 ST 5 von Hr. Wedde zeigt noch die Ursprungsversion. Interessant ist, dass scheinbar eine Überführungsfahrt stattgefunden hat. Denn die Kette ist nicht angebracht, sondern befindet sich auf dem Begleitwagen. Ralf Kriehn
       

Hier eine Maschine, wie sie nach der ersten Umbauphase aus sah. Ein zweites Förderband ist angebracht, so dass der Abraum nach vorne transportiert werden konnte und das Gleis nach der Bettungsreinigungsmaschine für weitere Arbeiten / Maschinen frei war. Ralf Kriehn

 Karlsruhe Rbf 16.4.1962

       
 
 
 
 
 
 
       

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